1. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat seine Empörung über antischwäbische Schmierereien zum Ausdruck gebracht. Free Schwabylon fordert ihn auf, Farbe zu bekennen: Im Rahmen der Kampagne “Gesicht zeigen!” sollte er ein Zeichen gegen die Diskriminierung der Berliner Schwaben setzen.

     

  2. Free Schwabylon hat Wolfgang Thierse in einem Brief dazu aufgefordert, den Einsteinplatz (ehem. Kollwitzplatz) endlich zu verlassen. Anbei liegt ein Vorgeschmack des Gewitters, das sonst über ihn hereinbrechen wird.

     

  3. Free Schwabylon verbindet Ideen amerikanischer Terroristen, Techniken schwäbischer Hausfrauen und Ressourcen von Berliner Biomärkten.

     

  4. Die Schwabylonische Mauer von der Schönhauser Allee aus (Simulation)

     

  5. Die Schwabylonische Mauer von der Danziger Straße aus (Simulation)

     


  6. Erklärung zum Wiederaufbau der East Side Gallery um Schwabylon

    Seit 1. Februar errichten wir eine Mauer um Schwabylon, um das schwäbische Wohngebiet vor Übergriffen der Berliner Minderheit zu schützen. Doch unsere bisherigen Arbeiten sind dem Vandalismus aggressiver Berliner zum Opfer gefallen. Wir benötigen stabiles Baumaterial, um Schwaben vor Berlinern zu schützen. Die Mauerteile der East Side Gallery haben ihre Robustheit über Jahrzehnte unter Beweis gestellt.

    Wir unterstützen die Menschen, die die Zerteilung der East Side Gallery verhindern wollen. Wir unterstützen aber auch das Bauprojekt „Living Levels“ und den Wiederaufbau der Brommybrücke, der die Mauer teilweise weichen soll. Wir sind uns der historischen Bedeutung des Mauerabschnitts bewusst und wollen sie als Ganzes erhalten. Die East Side Gallery ist nicht nur Kunst. Sie ist auch eine Mauer. Und Mauern sind zum Teilen da.

    Wir wollen, dass die East Side Gallery als Ganzes eine neue Funktion erhält: Sie soll die Schwaben vor den Übergriffen der Berliner schützen. Wir sind für eine Win-Win-Situation: In Friedrichshain wird hochwertiger Wohnraum geschaffen, in Prenzlauer Berg wird schwäbischer Wohnraum geschützt.

    Wir wollen die gesamten 1316 Meter der East Side Gallery um Schwabylon wieder aufbauen: im Bereich zwischen Schönhauser Allee/Sredzkistraße und Danziger Straße/Prenzlauer Allee. In dieser Zone werden Schwaben am aggressivsten von Berlinern bedroht. Die Mauer soll auch als Lärmschutzmaßnahme dienen. In Schwabylon wird die „räumliche Trennwirkung der Mauer im Stadtgefüge“, wie sie das Konzept zur East Side Gallery vorsieht, besser als bisher zur Geltung kommen.

    Wir haben dem Regierenden Bürgermeister, den zuständigen Bezirksbürgermeistern und der Firma „Living Bauhaus“ angeboten, die Teile ab sofort nach Prenzlauer Berg transportieren zu lassen. So werden in Friedrichshain weitere Stellen für Bauprojekte frei. In Prenzlauer Berg wird die Mauer nicht nur Schwaben vor Berlinern schützen. Sie wird auch dem Fremdenverkehr neuen Auftrieb geben. Die East Side Gallery könnte bald „Schwabylonische Mauer“ heißen.

    Free Schwabylon!

     

  7. Wir haben dem Regierenden Bürgermeister, den zuständigen Bezirksämtern und der Firma „Living Bauhaus“ angeboten, die Teile ab sofort nach Prenzlauer Berg transportieren zu lassen.

     


  8. Eine Mauer aus Maultaschen!

    Wir haben die autoritäre Berliner Minderheit auf friedliche Weise aufgefordert, Schwabylon bis zum 31. Januar zu verlassen. Doch sie hat sich geweigert und stattdessen ihr eigenes Symbol, Käthe Kollwitz, mit einer Krone geschändet. Im Interesse der Bevölkerung Schwabylons müssen wir deshalb eine deutlichere Sprache sprechen:

    Ab heute werden wir eine Mauer aus Maultaschen um das schwabylonische Bezirksgebiet errichten. Schwäbische Mönche haben, so heißt es, Maultaschen während der Fastenzeit erfunden, um Fleisch vor dem Zorn Gottes zu verhüllen. Wir benutzen sie, um das schwäbische Wohngebiet vor dem Zorn der Berliner zu verhüllen.

    Der Himmel über Berlin wird geteilt sein: in schwäbische Luft und Berliner Luft. Die Maultaschenmauer ist kein ‚Antiberliner Schutzwall‘. Wir wollen keine Diktatur, wie sie lange auf schwabylonischem Gebiet geherrscht hat. Die Mauer markiert die schwäbische Enklave symbolisch. Sie ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einer schwäbischen Bezirksverwaltung. An verschiedenen künftigen Grenzübergängen haben unsere Aktivisten begonnen, im Dienste der schwabylonischen Sache Maultasche für Maultasche aufzuschichten. Wir werden nicht ruhen, bis Schwabylon frei ist.

    In den Mauern Schwabylons werden schwäbische Kinder viele Sprachen lernen können – ungestört vom Berliner Dialekt. In den Mauern Schwabylons muss niemand unter menschenunwürdigen Bedingungen bei Lebensmitteldiscountern arbeiten. Biomärkte werden die Stätten schwabylonischen Selbstbewusstseins sein. In den Mauern Schwabylons werden Schwäbinnen und Schwaben frei sein.

    Free Schwabylon!

     

  9. Am Grenzübergang Metzer Straße: Biomärkte werden die Stätten schwabylonischen Selbstbewusstseins sein.

     

  10. Am Grenzübergang Hegelstraße (ehem. Knaackstraße): Der Himmel über Berlin wird geteilt sein.

     

  11. Eine Maultaschenmauer wird Schwaben vor den Dämpfen der autoritären Berliner Minderheit schützen.

     

  12.  


  13. Im Dreischritt zur Gründung Schwabylons!

    Wie das Spätzleschaben verläuft die schwabylonische Revolution in drei Phasen: Rühren (Agitation, Rekrutierung von Schwäbinnen und Schwaben), Schaben (Kampf, Verdrängung der Berliner Minderheit) und Schöpfen (Gründung eines autonomen schwäbischen Bezirks). Wir befinden uns derzeit am Übergang von der zweiten zur dritten Phase. Schabt für ein freies Schwabylon!


    Free Schwabylon auf Facebook

     


  14. Erklärung zur Verunstaltung des Käthe-Kollwitz-Denkmals

    Hier der Text der Erklärung, die wir bei VICE Germany abgegeben haben:

    Zu den jüngsten Vorfällen am Kollwitz-Denkmal möchten wir unsere Enttäuschung und Erschütterung bekunden. Unbekannte haben der Statue am Sonntag eine goldene Krone aufgesetzt. Die Täter haben das Bildnis einer kommunistischen und pazifistischen Aktivistin mit einem monarchistischen, kriegerischen Symbol verunglimpft. Käthe Kollwitz reagierte 1918 mit Begeisterung auf den Untergang des deutschen Kaiserreichs. Zu Lebzeiten hätte sie sicher keine Krone auf ihrem Kopf geduldet.


    Wir möchten noch einmal bekräftigen, dass wir das Werk von Käthe Kollwitz respektieren, auch an die Adresse derer, die unsere Aktion ideell verurteilen wollen. Die Spätzle-Attacke sollte nicht Käthe Kollwitz treffen, sondern eine autoritäre Berliner Minderheit, die ihr Denkmal ideologisch vereinnahmt. Wir bieten der Bezirksverwaltung Pankow an, die Statue nach der Gründung Schwabylons an einen Ort umsetzen zu lassen, an dem sie vor solchem Missbrauch geschützt ist. Wir schlagen den Pariser Platz vor, wo Käthe Kollwitz 1919 als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen wurde.


    Mit der geschmacklosen Aktion zeigt die autoritäre Berliner Minderheit ihr wahres Gesicht: Sie ist rückwärtsgewandt, in Groll erstarrt und ohne historische Sensibilität. Sie liefert einen weiteren Beweis dafür, dass der Platz als Teil eines freien Schwabylons in besseren Händen ist. Wir wollen nicht, dass sich im Prenzlauer Berg eine aggressive Mentalität durchsetzt, wie sie bis 1918 geherrscht hat. Wir rufen deshalb alle Schwäbinnen und Schwaben auf, sich an der Gründung eines freien Schwabylons zu beteiligen. 


    Wir haben in den letzten Tagen zahlreiche Zuschriften erhalten, die uns in der schwabylonischen Sache bestärkt haben. Dennoch liegt viel Arbeit vor uns, bis der Kollwitzplatz befreit ist. Wir rufen die autoritäre Berliner Minderheit auf, sich bis zum 31. Januar eine neue Bleibe zu suchen. Falls dies nicht geschieht, werden wir unsere Spätzleschaber erneut in Bewegung setzen. Mehl und Eier sind legale Waffen, die niemandem wehtun, aber langsam zermürben.


    Solange wir mit der Gegenwehr von Berlinern rechnen müssen, die das menschenverachtende Symbol der Krone auf ihren Standarten tragen, können wir unsere konstruktive Arbeit nur aus der Ferne verrichten. Wir bauen derzeit eine provisorische schwabylonische Exilverwaltung auf, die zum 1. Februar ihre Tätigkeit aufnehmen wird. Das Bezirksamt Schwabylon wird seine Räume im jetzigen Wasserturm beziehen. Wir werden ihn nach dem größten politischen Visionär der schwäbischen Geschichte, nach Friedrich Hölderlin, in Hölderlinturm umbenennen. Seine Worte geben uns Kraft im Kampf für ein freies Schwabylon: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“

    Free Schwabylon!

     


  15. A Swabian spring in Berlin!

    “Will there be a Swabian spring in Berlin?

    Absolutely. Kollwitz Square is our Tahrir Square.”

    Find our interview with VICE Germany here.

    Visit our Facebook page for news about Swabian autonomy in Berlin.